Freitag, 27. August 2010

Chaos .

Die letzten Tage und Wochen vergingen, ohne, dass Ich es mitbekam . Nach außen habe Ich eine Mauer aufgebaut . Ich habe mich so verhalten wie immer . Ich habe so oft gelacht, ohne wirklich realisiert zu haben, worüber . In mir drin war das reinste Chaos ausgebrochen . Aber Ich hatte auch Hoffnung in dieser Zeit . Wie dumm von mir . Eines Abends hast Du mich angerufen . Ich konnte deine Stimme hören, es war wieder alles wie früher …

Ich: „Ja ?“
Er: „Hey, ehm . Ich bin's .“
Ich: „Ouh ...“
Er: „Wie geht’s Dir ?“
Ich: „Ist die Frage ernst gemeint ?“
Er: „Sorry, ich dachte nur … egal . Stör Ich ?“
Ich: „Ne .“
Er: …
Ich: „Was machst Du so ?“
Er: „Ja, ich gucke Fern und so . Ich bin gerade erst von der Arbeit nach Hause gekommen . Und Du ?“
Ich: „Ja, auch .“
Er: …
Ich: „Wie kommt es, dass Du mich anrufst ?“
Er: „Weiß nicht . Ich wollte wissen, wie es dir so geht ...“
Ich: „Du weißt, dass Du mir unvorstellbar wehgetan hast ..?“
Er: „Ja ...“

Stille .
Schweigen von beiden Seiten . Und dann habe Ich einfach irgendetwas gefragt, um etwas zu sagen . Ohne genauer darüber nachzudenken .

Aber … Du hast 'nur' mit ihr geschlafen, oder ? Sie war doch die Einzige ..?“

Er: …
Ich: „Hey ?“
Er: „Ja, hm . Schon .“
Ich: „ … das ist jetzt nicht dein Ernst oder ? Du lügst mich an .“
Er: „Erinnerst Du dich an den Abend in der Kugel ? Als Ich danach noch bei 'ner Freundin, meiner Ex, geschlafen habe ..?“
Ich: …
Er: „Es tut mir Leid.“


.

Dienstag, 17. August 2010

Love means Hurt .

Du hast mir mein komplettes Vertrauen genommen, in nur wenigen Minuten . Auf diesem schmalen Weg, neben den Gleisen, wo eigentlich alles geklärt werden sollte . Doch Du hast es noch viel schlimmer gemacht, mit der Wahrheit . Als Du zugegeben hast, wie sehr Du mich verarschst hast, hatte Ich das Gefühl, zu fallen, in einen tiefen Abgrund . Du hast mir den Boden unter den Füßen weggerissen . Achteinhalb Monate lang hast Du mich nur belogen, bei allem, was Du gesagt und getan hast . Und das Schlimme daran ist, dass Ich Dir Alles geglaubt habe . Ich habe nicht einmal daran gedacht, an dem zu zweifeln, was Du zu mir sagst, verstehst Du ? Ich habe Dir blind vertraut . Alles habe Ich Dir geglaubt . Ich will zurück, zurück in mein altes Leben, in dem Du noch nicht existiert hast, in dem Ich glücklich war und Vertrauen in der Liebe hatte . Ich möchte Dich nicht mehr kennen und vorallem möchte Ich Dich nicht mehr lieben . Du hast mir so weh getan und dennoch bist Du für mich immer noch so unglaublich wichtig . Wenn Ich bei Dir bin, bleibt die Erde stehen und Zeit verliert an Bedeutung . Ich würde Alles geben, um noch einmal in deinen Armen liegen zu können, so unbefangen wie früher . Ich will Dich nicht loslassen, weil Ich meine Welt um Dich aufgebaut habe; wenn Du jetzt gehst, zerfällt sie in 1ooo Teile . Ich fühle mich so wohl in deiner Nähe und gleichzeitig schmerzt aber dein Anblick . Du gabst mir das Gefühl von Wärme, Du hast mich zum Lachen gebracht und Du warst für mich da, wenn Ich Dich brauchte . . Du warst das Puzzleteil, von dem Ich nie wusste, wie sehr es mir fehlte . Mit Dir war Ich einfach vollkommen . Ich war so stolz, so etwas Wundervolles wie Dich an meiner Seite haben zu dürfen . Du hast mir wirklich dir Illusion einer perfekten Welt geschenkt . Du hast mich selbst dann ausgehalten, wenn Ich mal wieder ein kleines unausstehliches Biest war . All meine Macken hast Du mit einem wundervollen Lächeln ertragen und mich in meinen schwächsten Momenten aufgebaut und stark gemacht . Wenn es mir nicht gut ging, hast Du mich einfach in den Arm genommen und mir einen Kuss auf die Stirn gehaucht .
Doch all das war mal; es ist so viel seitdem passiert . Du hast alles weggeworfen . Hat es überhaupt je existiert ? Habe Ich mir diese Momente mit dir nur eingebildet, waren sie in Wirklichkeit vielleicht ganz anders ? Habe Ich Dich erst jetzt richtig kennengelernt ? Ich weiß es nicht . Ich wünsche mir einfach den Jungen zurück, in den ich mich vor einem Jahr verliebt habe . Aber der scheinst Du nicht mehr zu sein . Du kommst mir so fremd vor . Ich erkenne Dich nicht mehr . Ich erkenne Dich nicht mehr, so sehr Ich es auch versuche . Ich will Dich verstehen . Ich frage mich, wie Du mir so wehtun und trotzdem jeden Tag in mein Gesicht schauen konntest . War Ich dir wirklich so egal und wertlos ? Wie konntest Du immer wieder voller Aufrichtigkeit sagen: „Ich liebe Dich.“ ?
Ich weiß, Ich war nicht immer das Traummädchen, was Du dir vielleicht gewünscht hast. Ich hatte meine Ecken und Kanten, habe Fehler gemacht . Aber machen mich nicht genau diese Dinge aus ? Ich habe immer versucht, perfekt zu sein und dir alles zu geben .
Wenn Ich an Dich denke, spüre Ich einen tiefen Stich in der Brust . Ich vermisse Dich . Deine Augen, Deine Küsse, Deine Stimme, Deine Lippen, Dein Lachen, Deine Arme, die mich halten, deine Hände in meinen und dein prickelnder Atem auf meiner Haut . Einfach Alles .
All die gemeinsamen Momente .
Erinnerst Du Dich, als Ich das este Mal bei dir war ? Ich war fest der Überzeugung, in Dir ein super Mathegenie gefunden zu haben, was mir bei der Arbeit helfen könnte, und dabei hast Du fast noch weniger verstanden, als Ich . Doch es war mir im Endeffekt egal, da Ich so einen ganzen Tag mit Dir verbringen durfte . Oder weißt Du noch, als wir das erste Mal zusammen im Kino waren und Ich Dich nach dem Film förmlich überfallen habe ? Es war mir im Nachhinein verdammt peinlich, wohl bemerkt . Oder die Aktion mit meiner besten Freundin zusammen, in den Sommerferien ? Da hast Du uns kurzerhand beide auf deinem Roller mitgenommen und wir sind zu dritt gefahren, damit wir noch rechtzeitig nach Hause kommen . Ohne deine Hilfe hätten wir im strömenden Regen 4 Kilometer zu ihr laufen müssen . Ich war dir unendlich dankbar .
Ich könnte noch stundenlang über unsere gemeinsame Zeit schreiben . Die Zeit mit Dir war zu schön . Zu schön, um wahr zu sein, jedoch . Wenn Ich dich jetzt frage, warum Du mir das angetan hast, schweigst Du . Ich würde mir doch nur wünschen, dass Du kämpfen würdest . Für uns, für die letzten achteinhalb Monate ...

Montag, 16. August 2010

Alles verloren .

Wie naiv Ich war . Ich dachte wirklich, dass Du an diesem Wochenende was mit diesem Mädchen hattest. Wie Ich mich getäuscht habe …

Ich war den kompletten Tag schon total fertig . Ich hatte unvorstellbare Angst davor, mit Dir zu reden . Irgendwann hatte Ich dann Schulschluss und Ich bin mit wild schlagendem Herzen zum Bahnhof gegangen . Ich kam an, sah mich um und dann sah Ich Dich . Du standest lässig an der Säule gelehnt da und warst die Ruhe selbst . Warum hast Du dich so unbeeindruckt gegeben ?
Ich ging unsicher auf Dich zu, wich deinem Blick aus und bat Dich, mitzukommen . Ich wollte weg von den vielen Leuten, weg von den Blicken ihrerseits . Ich wollte alleine mit Dir sein . Du nahmst dein Skateboard und folgtest mir mit großem Abstand . Das war der Moment, wo Ich mich ganz ernst gefragt habe: „Scheiße, man ! Was ist nur passiert ?“
Wir gingen weg vom Bahnhof, vorbei an der Videothek zu einem kleinen Pfad neben den Bahnschienen . Keiner sagte etwas . Ich hörte lediglich die knackenden Äste unter meinen Füßen, als Ich mich durch das Geäst schlug . Doch irgendwann blieb Ich stehen, drehte mich um und sah Dir in die Augen.

„Warum hast Du das gemacht?!“
„Wenn Du jetzt meintest, dass Ich etwas mit Ihr hatte, stimmt das nicht ...“

Ich habe Dir nicht geglaubt .

„Laber nicht, Junge ! Als ob, man .“

Ich habe weiter nachgefragt, immer weiter . Doch Du saßt da nur auf deinem umgedrehten Skateboard, hast auf den Boden gestarrt und geschwiegen . Unaufhörlich hast Du Blätter von dem Busch gerissen und sie in deinen Händen zerfetzt . Ohne ein Wort zu sagen .
Und dann … habe ich Dich etwas gefragt, was Ich bis heute bereue …
„Okay . Du hast also nichts mit ihr gemacht .

Hast Du mich sonst schon mal betrogen ? „

Ich schrie schon fast. Ich musste an die Worte von deiner Ex denken . Jedes Wort schlug Ich dir mit voller Wucht uns Gesicht . Du schwiegst jedoch immer noch . Doch dann hast Du vom Boden aufgesehen, mir direkt in die Augen .

„Ja.“

Es war wie ein Faustschlag. Alles um mich herum begann sich zu drehen . Mein Kopf war leer . Tränen stiegen mir in die Augen . Ich weiß nicht, woher Ich die Kraft nahm, noch zu sprechen .

„Mit wem ?“

Ich flüsterte, Ich hatte Angst vor der Antwort .

„Meiner Ex.“

Und da war er, der zweite Schlag . Tränen rannen mir die Wangen herunter .

„Wann ...“

Meine Stimme versagte .

„In der ersten Woche unserer Beziehung …“

„Ein Mal ?“

„Nein .“

Dritter Schlag . Alles war wie betäubt .

„Wann hast Du das letzte Mal ..?“
„Vor zwei bis drei Wochen. Keine Ahnung ...“

Bumm . Vierter Schlag . Ich schluchzte und musste mich setzen .

„Warum ?!“

Ich bekam keine Antwort . Ich weiß nicht mehr, wie oft Ich dich Frage wiederholt habe, bis Ich aufgestanden bin, tränen überströmt vor dir stand, ausgeholt habe und dir mit der flachen Hand ins Gesicht geschlagen habe …
Und dann bin Ich gerannt . Ich wollte nur weg, weg von Dir . Äste schlugen mir ins Gesicht und Ich nahm keinen Einzigen von ihnen wahr ...

Die Ungewissheit macht mich fertig .

Ich habe Angst . Angst davor, was passiert ist . Angst, dass du Dinge getan hast, die mir weh tun werden, wenn ich sie erfahre . Aber vorallem habe Ich Angst, Dich zu verlieren, verstehst Du ?
Ich habe so viele Fragen an Dich … Warum bist Du bei ihr ? Warum hast du es mir verschwiegen ? Wie wit bist Du mit ihr gegangen ? Warum schreibt ihr solche SMS ? Was meinte sie, als sie schrieb : „Ich würde gerne da weitermachen, wo wir vorhin aufgehört haben ...“ ? Hat deine Ex, Recht, mit dem, was sie sagt ? Hast Du mich wirklich schon längst betrogen ? Hast Du die Beziehung je ernst genommen ?
All diese Fragen und keine Antworten . Die letzten Tage waren schrecklich . Ständig musste Ich daran denken, wie Du neben ihr einschläfst und neben ihr aufwachst . Wie Du drei Tage lang, 24 Stunden, an ihrer Seite warst . Wie oft ihr euch berührt habt . Die Übelkeit steigt wieder in mir hoch . Ich komme mir so verloren und alleingelassen vor .
Wie soll es weitergehen ? Ich kann Dir einfach nicht glauben, wenn Du sagst, dass nichts passiert ist ….